Metallurgie & Umwelttechnik

Faszination Metall - heiß und kalt - schwer und leicht - Metall kann's!

In der Metallurgie beschäftigst du dich mit der Gewinnung, Veredelung, Weiterverabeitung und dem Recycling von Metallen. Viele Produkte unseres täglichen Lebens bestehen aus Metall. Ist das Produkt nicht aus Metall, so ist dieses sicher mit Hilfe von Metall, beispielsweise mittels Maschinen und Anlagen, hergestellt worden.
Bestimmt hast du Metalle bereits im Unterricht kennen gelernt. Jedenfalls in Verbindung mit dem sogenannten Periodensystem der Elemente. Da sieht man schon allein die Wichtigeit der Metalle, wenn man bedenkt, dass mehr als 80 % der uns heute bekannten, existierenden Elemente Metalle und Halbmetalle sind!

 

Moderne Werkstoffe für unsere Welt

Innovative Werkstoffe aus Metallen und Werkstoffverbunden verändern die Welt. Damit wir Hightech-Werkstoffe zur Verfügung haben, braucht es die Werkstofftechnik, die einen großen Teil deiner Ausbildung ausmacht. Dabei wird schon bei der Entwicklung intelligenter und smarter Materialen auf die Umwelt geachtet. Hoch hitzefeste Bauteile und Materialen beispielsweise für Anwendungen in der Bohr- und Energietechnik oder um ins All zu fliegen, biokompatible Materialen für den menschlichen Körper, besondere Bauteile für die Auto- und Flugzeugindustrie bis hin zu alltäglichen Anwendungen wie Tablets und Handys sind nur wenige Beispiele, wo Werkstofftechnik-Know-how gefragt ist.
Auch die Prüfung von Werkstoffen ist Teil deiner Ausbildung. Hier gehst du mit modernen Analysemethoden den Eigenschaften der Materialien auf dem Grund. Wichtig ist bei der Entwicklung auch die Simulation von Eigenschaften am PC, welche in Zukunft eine noch größere Rolle spielen wird.

Metalle und Umwelt

Super spannend ist, dass die Metallgewinnung und -verarbeitung heute mit Verfahren passiert, die im hohen Maße Rücksicht auf unsere Natur nehmen. Wie du bald erfahren wirst, kann man Metalle primär, das heißt aus Erzen (wie beispielsweise Kupfer oder Eisenerze) gewinnen. Wenn wir davon ausgehen können, dass Metalle überall in unserem Leben benötigt werden, dann liegt der Schluss nahe, dass diese Produkte wie alte Autos, Fahrräder, Bildschirme, Handys, Aludosen usw. irgendwann nicht mehr gebraucht werden. Und es müssten auch große Mengen davon vorhanden sein. Das Geniale daran ist, dass diese Schrotte und Wertmetalle gesammelt werden, und man daraus wieder Metalle zur Erzeugung neuer Produkte gewinnen kann. Das bezeichnet man dann als Recycling. So entsteht ein Kreislauf, wo Produkte am Ende ihres Lebenszykluses wieder zu neuen Produkten verarbeitet werden und das bei manchen Metallen sogar zu 100 % - immer, immer wieder!  Zudem spart man über das Recycling im Vergleich zur Primärgewinnung ein Vielfaches an Energie und schont so wieder die Umwelt!

Das breite Betätigungsfeld schafft tolle Perspektiven. Ob Metalle Leben retten oder beispielsweise im Falle von Hochleitstungsmetallen dafür sorgen, das Energie umgewandelt werden kann, die Einsatzmöglichkeiten sind echt beeindruckend!

 

Kompetenzfelder

Im Laufe von 5 Jahren erhältst du eine umfassende technische Berufsausbildung, die sehr praxisorientiert ist, und eine fundierte Allgemein- und Persönlichtkeitsbildung. Das fachtheoretische Wissen lernst du eng in Verbindung mit den unterschiedlichen Laborübungen und Projekten. Enige Inhalte und Übungen finden in den Laboratorien der Montanuni statt. Durch diese enge Kooperation gewinnst du Einblicke, die an keiner anderen Schule möglich wären. Für deine Ausbildung zum Metallurgen m/w sind vor allem die nachfolgenden Kompetenzfelder maßgeblich:

  • Werkstofftechnik und Werkstoffprüfung
  • Eisen- und Stahlmetallurgie
  • Nichteisenmetallurgie und Recycling
  • Gießerei und Umformtechnik
  • Werkstofforientierte Mechanik
  • Konstruktion
  • Laboratorium
  • Werkstätte und Produktionstechnik


Zusatzqualifikationen

  • Kran- und Staplerführerschein
  • SAP
  • Cambridge First Certificate
  • Spanisch
  • Ersthelfer
  • Sicherheitsvertrauensperson

 

Ausbildungsdauer und Abschluss

Ein besonderer Vorteil ist, dass die HTL-Ausbildung zu den berufsbildenden höheren Schulen gehört. Das bedeutet, dass du mit dem Abschluss die Wahl zwischen

  • den unmittelbaren Einstieg ins Berufsleben und
  • einem Studium an einer Universität, Fachhochschule und anderen tertiären Bildungseinrichtungen hast.


Die Ausbildungsdauer beträgt 5 Jahre. Abschließend wird eine Diplomarbeit verfasst und die Reife- und Diplomprüfung abgelegt.

  • Diplomarbeit
  • Betreuung durch einen Mitarbeiter des Betriebes und eines Lehrers
  • Dokumentation mittels einer abschließenden Diplomarbeit
  • Dauer: 200 Stunden außerhalb des Unterrichts (bereits teilweise Erarbeitung in den Ferien)
  • Bekanntgabe bzw. Auswahl des Themas am Ende der 4. Klasse

 

Wie sehen deine beruflichen Möglichkeiten aus?

Mit deiner Ausbildung zum Metallurgen und Werkstofftechniker (m/w) steht dir die ganze Welt offen. Wie du aber wissen wirst, gibt es auch in Österreich eine Vielzahl an Metall gewinnenden und verarbeitenden Betrieben sowie die Zulieferindustrie (z. B. Feuerfestindustrie). Unsere Absolventen (m/w) finden ihr Betätigungsfeld ab dem mittleren Management aufwärts beispielsweise als Betriebsassistent (m/w) entlang der gesamten Prozesskette. Außerhalb der Betriebe beschäftigen sich Menschen z. B. in Universitäten, Forschungszentren oder Ministerien mit allen Bereichen, die für die Versorgung der Menschen mit den für ein modernes Leben notwendigen Werkstoff Metall bedeutsam sind.

Während deiner Ferialpraktika und Diplomarbeit kannst du dir einen Eindruck von den jeweiligen Betrieben machen und bei Bedarf unterstützt dich das "metallurgische Netzwerk" der HTL Leoben.


Grafisches Ausbildungsprofil

 

Max-Tendler-Strasse 3, A-8700 Leoben | Tel.: +43 3842 44888 Fax: +43 3842 44888-3 | Schulkennzahl: 611417