„Vom Weltall bis zur Medizin“
SchülerInnen-Team der HTL-Leoben erforscht Hightech-Material
Aerogele zählen zu den faszinierendsten Materialien der modernen Forschung. Sie sind extrem leicht, bestehen größtenteils aus Hohlräumen und besitzen hervorragende wärmedämmende Eigenschaften. Ihre Einsatzmöglichkeiten reichen von der Raumfahrt über energieeffiziente Gebäudedämmung bis hin zur Medizin, wo speziell entwickelte Aerogele als Trägermaterialien zur kontrollierten Freisetzung von Medikamenten dienen können.
Doch wie widerstandsfähig sind diese Hightech-Materialien?
Dieser Frage gingen Gabriel Pfandl, Dominik Simonitsch und Hannah Steinbauer in ihrer Diplomarbeit an der HTL Leoben nach. In Zusammenarbeit mit dem Erich-Schmid-Institut der Österreichischen Akademie der Wissenschaften untersuchten sie, wie Staub, hohe Temperaturen und UV-haltiges Licht die mechanischen Eigenschaften von Aerogelen beeinflussen. Mithilfe hochpräziser Messmethoden konnten sie zeigen, dass bereits geringe Staubablagerungen, aber auch Hitze und Lichteinstrahlung Veränderungen der Materialstruktur verursachen können. Diese Erkenntnisse sind für die Beurteilung der langfristigen Beständigkeit solcher Werkstoffe von Bedeutung.
Für ihre Forschungsarbeit wurden die drei mit dem Schülerpreis des Institute of Science and Technology Austria (ISTA) ausgezeichnet. Ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie an der HTL Leoben schulische Ausbildung und wissenschaftliche Spitzenforschung miteinander verbunden werden.