Was hat ein Fliegenpilz mit nachhaltiger Chemie zu tun? Mehr, als man auf den ersten Blick vermuten würde! Das zeigen Hermina-Szinthia Derzsi und Magdalena Kaiser in ihrer Diplomarbeit an der HTL Leoben, die in Zusammenarbeit mit dem Institut für Physikalische Chemie der Montanuniversität Leoben entsteht.
Im Mittelpunkt steht Vanadium, ein Metall, das im Fliegenpilz in der besonderen Verbindung Amavadin vorkommt. Davon inspiriert stellen die beiden Schülerinnen unter wissenschaftlicher Begleitung ähnliche Verbindungen im Labor her und untersuchen mit modernen Analysemethoden deren Aufbau und Eigenschaften. Ihr Ziel ist es, das Potenzial dieser Stoffe als Katalysatoren zu erforschen. Solche Stoffe spielen beispielsweise bei der Herstellung von Medikamenten und modernen Materialien eine wichtige Rolle und können dazu beitragen, chemische Prozesse energieeffizienter und ressourcenschonender zu gestalten.
Die Diplomarbeit zeigt, wie aus Neugier und eigenen Experimenten anspruchsvolle Forschungsarbeit entsteht. In der Fachrichtung Material- und Umwelttechnologie an der HTL Leoben lernen junge Menschen, naturwissenschaftliche Zusammenhänge zu verstehen, selbst zu forschen und an Lösungen für eine nachhaltigere Zukunft mitzuarbeiten.

